Ein Beitrag von Florian Kasischke / Enthält Affiliate-Links*

Finanzprodukte – Ein kleiner Rundgang

Dies ist der dritte Beitrag meiner Blogserie „Traden nach Marktstrukturen“. Ich möchte den fachlichen Teil mit einem kleinen Überblick über die wichtigsten handelbaren Finanzprodukte starten. Ich halte mich dabei an die gängigsten Finanzprodukte, damit ich dich nicht gleich zu Beginn überfordere. Ich möchte diesen Beitrag jedoch dazu nutzen, damit du bereits hier die wichtigsten Begriffe erklärt bekommst. Doch kann ich hier jedoch nur sehr oberflächlich auf die einzelnen Finanzprodukte eingehen. Zu jedem hier vorgestellten Finanzprodukt wird es aber noch einen ausführlichen Beitrag geben.

Assets und Non-Assets.

Der Begriff Asset wird dich von nun an ständig begleiten.

Asset ist der englische Begriff für Vermögenswert. Alles was einen gewissen Wert besitzt, ist folglich ein Asset. Zumindest was die klassische Definition betrifft. Man könnte nun die Klasse der Assets auch noch einmal unterteilen in Assets, die produktiv mehr Wert werden und Assets, die einen nicht produktiven Wertzuwachs erhalten.

Ein nicht produktiver Wertzuwachs wäre alles, was über Zeit zwar immer wertvoller wird, es dabei aber keine echte Wertschöpfung gibt. Zum Beispiel gehört das klassische selbst genutzte Einfamilienhaus oder die Eigentumswohnung dazu. Die Immobilie besitzt zwar einen Wert und wird unter Umständen sogar mehr Wert, doch erzielt dieses Asset keinen Produktivitätszuwachs. Anders ist es bei einer vermieteten Immobilie. Diese hat genauso wie die selbst genutzte Immobilie einen Wert, der über die Zeit eventuell sogar steigt, doch zusätzlich liefert sie auch einen regelmäßigen Cashflow durch die Mieteinnahmen. Zu dem Wert der vermieteten Immobilie kommen somit die Mieteinnahmen noch oben drauf.

Gold wäre demnach auch ein nicht produktives Asset. Es wird zwar in Bezug auf unser Geld langfristig immer mehr Wert, doch liefert es darüber hinaus keinen produktiven Wertzuwachs. Unser Wissen und Können ist auch ein Asset, das sogar produktiv ist. Je mehr Skills wir besitzen, desto größer ist unser Wertschöpfungspotenzial.

Als Non-Assets gelten alle Dinge, die über die Zeit an Wert verlieren. Dazu zählen alle klassischen Konsumgüter. Ein normales Auto ist zum Beispiel ein klassisches Non-Asset. Natürlich werden bestimmte Automarken (Sportautos) immer mehr Wert und ab einem gewissen Punkt zählen Oldtimer auch mit rein, aber das normale und für den Alltag genutzte Auto wird immer an Wert verlieren.

Somit haben wir es in unserer Welt mit drei großen Assetklassen zu tun. Den Non-Assets, den nicht produktiven Assets und den produktiven Assets.

Wenn wir Vermögen aufbauen wollen, dann versteht sich von selbst, dass wir unser Geld in echte Assets investieren sollten und unser Geld bei Non-Assets nur mit Bedacht ausgeben.

Die große Welt der Aktien.

Ich beginne den Rundgang über die Finanzprodukte bei den Aktien, weil sie den meisten Menschen ein Begriff sein dürften. Auch wenn die Funktionsweise nicht jedem bekannt ist, so hat so ziemlich jeder schon einmal etwas von Aktien gehört.

Eine Aktie ist nichts anderes als ein Anteilsschein an einem Unternehmen. Mit dem Erwerb einer Aktie erhältst du einen kleinen prozentualen Anteil an einem Unternehmen und profitierst damit direkt von der Entwicklung des Unternehmens. Diese kann positiv, aber auch negativ sein.

Eine Aktie ist ein produktives Asset, weil Unternehmen der Wertschöpfung dienen. Wächst das Unternehmen, dann steigt langfristig auch der Wert deiner Aktie.

Einige Unternehmen schütten sogar einen Teil ihrer Jahresgewinne an die Inhaber von Aktien aus. Diese Ausschüttung nennt man Dividende. Somit profitierst du bei solchen Aktien nicht nur von der langfristigen Wertsteigerung, sondern du erhältst auch regelmäßige Zahlungen, wie bei einer vermieteten Immobilie. Auch wenn die Dividende erstmal vom Aktienkurs abgezogen werden, so zeigen Studien, dass der Aktienkurs von Unternehmen, die eine lange Dividendenhistorie haben, sich langfristig und beständig positiv entwickelt.

Aktien sind im Vergleich zu Immobilien eine günstige Möglichkeit Vermögen aufzubauen und an der Weltwirtschaft zu partizipieren.

ETFs – Die Fonds der privaten Sparer

Fonds sind neben den Aktien ein weiteres relativ günstig zu handelndes Finanzprodukt. In einem Fonds werden eine oder mehrere Assetklassen gebündelt und zu einem günstigeren Preis zur Verfügung gestellt. Statt zum Beispiel jeweils eine Aktie von 20 Unternehmen zu kaufen, kannst du auch einen Fondanteil kaufen und der Fond hat diese 20 Aktien gebündelt. Der einzelne Fondanteil ist deutlich günstiger, als die 20 einzelnen Aktien.

Unterschieden wird allgemein zwischen aktiv und passiv verwalteten Fonds.

Aktiv verwaltete Fonds sind dabei die klassischen Fonds, die von einem oder mehreren Fondsverwalter gemanaged werden. Diese Fonds sind allerdings im vergleich zu passiv verwalteten Fonds recht teuer und schwer zu handeln.

Passiv verwaltete Fonds sind die sogenannten ETFs (exchange tradet funds = börsengehandelte Fonds). Ein ETF bildet dabei einen bestimmten Index ab und hat das Ziel die Entwicklung des Index nachzuverfolgen. Zum Beispiel kennst du vielleicht unseren deutschen Aktienindex, den DAX. Im DAX sind die 40 größten deutschen börsennotierten Unternehmen enthalten. Wenn du die Entwicklung des DAX selbst nachbilden wolltest, müsstest du nun die 40 Aktien dieser 40 deutschen Unternehmen in dem richtigen Anteil kaufen. Das ist natürlich sehr teuer. Es gibt jedoch ETFs auf den DAX. In diesem ETF sind bereits diese 40 Aktien enthalten und mit einem DAX ETF bist du dann ebenfalls mit dem entsprechenden Anteil in den 40 größten deutschen Unternehmen investiert.

Der große Vorteil von ETFs sind zum einen die sehr günstigen Kosten und dass sie, wie der Name schon sagt, frei an der Börse gehandelt werden können und somit jederzeit, wie ein Aktie, gekauft und verkauft werden können.

Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter ins Detail gehen, daher genügt zunächst einmal, dass du hier überhaupt erfahren hast, dass es sowas gibt.

Wenn du dich näher mit ETFs beschäftigen und schon einmal ein wenig in den ETFs stöbern möchtest, dann kann ich dir die Webseite JustETF empfehlen. Ich nutze diese Seite sehr intensiv, um nach geeigneten ETFs zu suchen und um alle Details über einen ETF meiner Wahl zu erfahren.

Hier gelangst du zur Webseite von JustETF: JustETF (hier klicken)

Aktien und ETFs handeln.

Aktien und ETFs lassen sich sehr einfach handeln. Du benötigst lediglich ein Depot, das du zum Beispiel bei deiner Hausbank beantragen kannst. Aber es gibt auch sogenannte Direktbanken, die Depots anbieten. Ich nutze selbst die Consorsbank und das Depot von Comdirect.

Mittlerweile gibt es auch weitere Anbieter, über die du in Aktien und ETFs investieren kannst. Dies sind die sogenannten Neobroker. Der Vorteil der Neobroker ist, dass du fast zum Nulltarif investieren kannst und sogar nur kleine Anteile einer einzelnen Aktie kaufen kannst. Wenn eine Aktie zum Beispiel 100 Euro kostet, kannst du über den Neobroker für 10 Euro einen 1/10 Anteil dieser Aktie kaufen. Das bietet einen einfachen und kostengünstigen Zugang in die Welt des Börsenhandels.

Aber! Das Geschäftsmodell der Neobroker steht hin und wieder auf der Probe. So gibt teilweise schon politisch motivierte Einschränkungen. Informiere dich daher bitte im Vorfeld genau, wenn du einen Neobroker nutzen möchtest.

Ich nutze selbst das Angebot von XTB. In meiner Tätigkeit als Vortragsredner habe ich schon einige Vorträge für XTB gehalten und ich bin zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags fester Bestandteil des Referententeams bei XTB mit einem eigenen Webinarformat – „30/7 Investor“.

Falls du dir das Angebot von XTB näher anschauen möchtest, dann nutze doch meinen Link: XTB Deutschland (hier klicken)*

Wenn du darüber ein Konto bei XTB eröffnest und den Code 307Investor eingibst, dann erhalte ich eine Provision. Bitte nutze dies aber nur, wenn du es wirklich möchtest.

Anleihen – Das Asset der Staaten und Pensionsfonds

Anleihen sind ein weiteres klassisches Asset, dass du über dein Depot ganz normal kaufen kannst. Allerdings sind Anleihen bei weitem nicht mehr jedem bekannt und sie sind auch nicht ganz so einfach nachvollziehbar, wie Aktien beispielsweise.

Zunächst einmal gibt es auch Anleihen ETFs, die es dir als Anleger ermöglichen einfach in Anleihen zu investieren.

Anleihen sind verbriefte Schuldpapiere. Vielleicht sind dir bereits Staatsanleihen, wie die deutsche Staatsanleihe, bekannt. Deutschland nimmt zum Beispiel Schulden auf, indem es Anleihen mit einem festen Zins und einer festen Laufzeit ausgibt.

Wenn du so eine Anleihe kaufst, dann erhältst du über die gesamte Laufzeit jährlich den Zins der Anleihe und am Ende der Laufzeit erhältst du dein investiertes Geld zurück. Kaufst du z.B. eine deutsche Staatsananleihe mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einem Kupon (Zins) von 2% für 1000 Euro, dann erhältst du 10 Jahre lang jährlich 20 Euro Zinsen ausbezahlt und am Ende der Laufzeit deine 1000 Euro zurück.

Was nach einer sicheren Anlage klingt, ist aber auch mit einem Risiko verbunden, das aber deutlich niedriger als bei Einzelaktien ist. Du hast hier z.B. das Ausfallrisiko, wenn der Staat zahlungsunfähig wird. Gut, bei Staatsanleihen ist es recht unwahrscheinlich, aber auch Unternehmen geben Anleihen aus und da ist das Ausfallrisiko schon höher. Zusätzlich verändert sich auch der Wert einer Anleihe. Dieser kann steigen aber auch fallen. Wenn du die Anleihe vor dem Ende der Laufzeit verkaufen möchtest oder vielleicht sogar musst, dann hast du hier ein zusätzliches Verlustrisiko.

Staatsanleihen weisen eine deutlich geringere Rendite auf, als Aktien und ETFs. Sie gelten aber als relativ sicher, weshalb besonders andere Staaten und staatliche Institutionen, wie Pensionsfonds, Anleihen als Finanzprodukt nutzen.

Anleihen sind aus meiner Sicht erst bei etwas größeren Depots ab 50.000 Euro sinnvoll, um das Depotrisiko etwas zu steuern. Dies liegt vor allem auch daran, dass eine Anleihe oft erst mit einem Betrag ab 1000 Euro handelbar ist.

Derivate – Die Finanzprodukte der professionellen Trader

Allgemeines

Zu Beginn möchte ich dich ausdrücklich darauf hinweisen, dass manche Derivate sehr komplex sind und du erst die Derivate mit echtem Geld handeln solltest, wenn du die Funktionsweise ganz verstanden hast. Am Ende gebe ich dir noch meine Einschätzung, welche Derivate aus meiner Sicht für Einsteiger geeignet sind, damit du nicht gleich mit dem komplexesten Finanzprodukt startest.

Derivat ist der Oberbegriff für eine ganze Reihe von speziellen Finanzprodukten. Derivat bedeutet so viel wie Ableitung. Du hast bereits den DAX ETF kennengelernt, der ein passiv verwalteter Fonds ist, der in die 40 größten deutschen Unternehmen investiert, um den Index nachzubilden.

Auf den DAX gibt es aber auch Derivate, die im Prinzip genau das gleiche machen, wie den DAX nachzubilden. Allerdings sind dabei nicht die entsprechenden Aktien im Besitz des Emittenten des Derivats, sondern es geht hierbei nur um die reine Kursveränderung. Aber auch hier gibt es je nach Derivat große Unterschiede, die mit unterschiedlichen Rechten und Pflichten einhergehen.

Für uns professionelle Trader sind vor allem Futures oder CFDs und Optionen interessant, aber es gibt auch Zertifikate und viele weitere Derivate. Sie sind deshalb spannend, weil man mit Derivaten auch bei fallenden Kursen Geld verdienen kann. Man nennt dies „Short Selling“ oder „Short gehen“. Mit Derivaten kann man somit theoretisch jederzeit und in nahezu jeder Marktlage von Kursveränderungen profitieren.

Grundsätzlich gibt es zu jedem erdenklichen handelbaren Asset auch ein Derivat, das professionelle Trader handeln können.

Doch warum gibt es Derivate überhaupt, wenn es doch auch die entsprechenden Basiswerte gibt?

Wie bei ETFs auch, bieten Derivate einen einfachen Zugang zum Börsenhandel. Jedes Derivat erfüllt dabei einen bestimmten Zweck.

Futures

Futures zum Beispiel stammen ursprünglich aus dem Rohstoffhandel. Über einen Futurekontrakt kann ein Produzent einer bestimmten Ware den Preis eines Rohstoffs heute sichern und erhält den Rohstoff aber erst zu einem festgelegten Termin. So ist der Produzent in der Lage besser zu planen und ist nicht so stark von schwankenden Rohstoffpreisen abhängig. Futures gibt es inzwischen auf eine Vielzahl von Indizes, wie dem DAX zum Beispiel. Der Future auf den DAX heißt FDAX und besitzt immer die Wertigkeit, den der DAX gerade als Punktestand hat. Bei Futures verdienen wir als Trader Geld, wenn wir einen Futureskontrakt kaufen und sich der Basiswert dann in unsere gehandelte Richtung entwickelt. Der Zugang zu Futures ist allerdings nicht so einfach.

Optionen

Aber auch Optionen sind sehr interessant, wenn sie auch gleich nochmals wesentlich komplexer sind. Im Grunde funktionieren Optionen genauso wie Futures, nur dass sie einen festgelegten Wert besitzen. Eine Option verdient dann Geld, wenn der Basiswert entsprechend unserer Handelsrichtung vom festgelegten Wert der Option notiert. Die genaue Funktionsweise von Optionen zu erklären, wäre für einen Artikel viel zu viel, denn zu Optionen muss man schon sehr viel wissen.

Zu jedem hier aufgeführten Finanzprodukt erstelle ich einen eigenen Beitrag. Somit keine Sorge, wenn du jetzt nicht alles richtig verstehst. Es geht in diesem Beitrag lediglich darum, dass du schon einmal lernst, was es alles so an Finanzprodukten gibt.

CFDs

CFDs sind das klassische Einsteigerfinanzprodukt vieler aktiver Trader. Ich habe zu CFDs bereits einen eigenen Artikel verfasst. Diesen kannst du hier noch einmal nachlesen: Was sind CFDs?

Hier daher nur in Kürze die wichtigsten Punkte zu CFDs.

CFDs sind, wie Futures und Optionen auch, sogenannte Hebelprodukte. Ein Hebel bei einem Finanzprodukt bedeutet, dass du nur einen kleinen Betrag investieren musst, dabei jedoch viel mehr Kapital bewegen kannst.

Ein Hebel von 1:10 bedeutet zum Beispiel, dass du nur 1/10 des Wertes einer Aktie, eines Rohstoffs oder eines Index bei einer ganzen Standardeinheit investieren musst und umgekehrt das 10-fache an Gewinn erzielen kannst.

Beispiel Gold bei einem aktuellen Stand von 4.000 USD:

Bei einem Hebel von 1:10 musst du lediglich 400 USD investieren (Dieser Betrag heißt Margin) und du bewegst damit 4.000 USD. Steigt Gold nun um 1%, dann ergibt dies eine Veränderung von 40 USD. Bezogen auf dein investiertes Kapital beträgt diese Veränderung jedoch 10%.

Dieser Hebeleffekt bietet große Chancen, hat aber zugleich auch große Risiken. Denn der Hebel wirkt in beide Richtungen und somit verlierst du auch mit dem Faktor 10, wenn du mit deinem Trade verkehrt liegst.

An dieser Stelle möchte ich aber eine Lanze für Derivate brechen.

Wenn man nachweislich profitabel ist, dann bieten Derivate sehr gute Möglichkeiten im Trading Geld zu verdienen.

CFDs sind dabei die einfachsten Derivate, weil der Zugang zu CFDs durch spezialisierte CFD-Broker sehr einfach ist und CFDs auch keine komplexen Finanzprodukte sind. Das bedeutet, dass die Funktionsweise von CFDs sehr einfach zu lernen ist.

Ich nutze selbst CFDs sehr erfolgreich mit unterschiedlichsten Strategien und profitiere somit vom Hebeleffekt. Zusätzlich können CFDs auch mit kleinen Konten von unter 10.000€ mit vernünftigem Risiko gehandelt werden. Das bietet besonders für Tradinganfänger einen leichten Zugang zum Handel mit Derivaten.

Ich trade CFDs bei den CFD Brokern ActivTrades und GBE Brokers. Du hast die Möglichkeit kostenlos ein Demokonto bei diesen Brokern zu eröffnen und den CFD-Handel für dich vollkommen risikolos zu testen.

Wenn du meinen Link verwendest und dort ein Konto eröffnest, dann erhalte ich eine Provision von den Brokern. Vielen Dank für deine Unterstützung.

Zu GBE Brokers (hier klicken!)*
Zu ActivTrades (hier klicken!)*

Zertifikate

Ich möchte ehrlich zu dir sein. Ich halte nichts von Zertifikaten. Aber! Zertifikate haben auch ihren Zweck und damit ihre Daseinsberechtigung.

Allgemein muss man jedoch zwischen Anlagezertifikaten und Hebelzertifikaten unterscheiden. Es gibt viele unterschiedliche Anlagezertifikate, die zum Beispiel einfach nur die Entwicklung eines Basiswertes, wie die einer Aktie, eins zu eins abbilden oder Zertifikate, die bei Seitwärtsphasen eine Gewinnmöglichkeit bieten, u.v.m.

Mit Anlagezertifikaten gibt es für den informierten Trader geeignete Anwendungsmöglichkeiten.

Bei den Hebelzertifikaten sieht es da schon anders aus. Hebelzertifikate lassen sich im Grunde genauso handeln, wie CFDs (Faktorzertifikate) oder Optionen (Knock-Out Zertifikate). In Anbetracht der Alternativen, erschließt sich mir die Sinnhaftigkeit dieser Zertifikate jedoch nicht so ganz.

Für Faktorzertifikate gibt es CFDs oder Futures, die einfach verständlich und sehr transparent sind. Futures bieten zudem einen echten Marktzugang mit entsprechenden Marktdaten und echtem Handelsvolumen.

Für Knock-Out Zertifikate gibt es die klassischen Optionen. Gut, Knock-Out Zertifikate erfordern kein so großes Kapital und bieten dadurch, dass sie mit der WKN über das normale Depot handelbar sind, zwar einen einfachen Zugang, doch erhält man hier aus meiner Sicht lediglich die Nachteile von Optionen, ohne die Vorteile von Optionen zu haben.

Zertifikate sind nicht schlecht oder böse, nur weil ich diese nicht nutze. Jeder sollte aber genau prüfen, ob Zertifikate und besonders Hebelzertifikate das beste Finanzprodukt für den persönlichen Anwendungszweck sind.

Dieser kleine Rundgang durch die Welt der Finanzprodukte hat dir einen ersten Überblick verschafft und sollte dir eine Einschätzung ermöglichen, welches Finanzprodukt für dich interessant ist.

In dieser Blogserie „Traden nach Marktstrukturen“ werde ich mich der Einfachheit halber auf CFDs und Futures beschränken, weil ich diese Finanzprodukte selbst aktiv nutze und dir damit die beste Unterstützung bieten kann. Da das in dieser Blogserie vermittelte Fachwissen jedoch universell in nahezu jedem Bereich des Börsenhandels anwendbar ist, dürfte der Mehrwert für jeden gegeben sein.

Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und good Trades!

Florian Kasischke
TradeCamp Medien